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Inzest-Täter bekennt sich schuldig

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Inzest-Täter bekennt sich schuldig

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Überraschung im Prozess gegen den Inzest-Täter von Amstetten Josef Fritzl. Der 73-jährige bekannte sich vor dem Schwurgericht von St. Pölten völlig unerwartet in allen Anklagepunkten für schuldig. Sein Geständnis umfasste auch die Anklage wegen Mordes durch unterlassene Hilfeleistung an einem seiner Kinder und den Vorwurf der Sklaverei. Zur Begründung sagte Fritzl, dass die Videoaussage seiner Tocher Elisabeth am Vortag ihn dazu gebracht habe. Die Richter und die Geschworenen müssen sich nun auf ein Strafmaß für den Angeklagten einigen. Was Fritzl erwartet schilderte sein von dessen Geständnis überraschter Anwalt Dr. Rudolf Mayer: “Das Gutachten besagt Zurechnungsfähig. Aber schwere psychische Störung, die kausal ist für die Begehung der Taten. Meinen Mandanten erwarten a: die Freiheitsstrafe und b: danach die Einweisung in die geschlossene Anstalt.”

Josef Fritzl hatte seine Tochter 24 Jahre lang in einem fensterlosen Kellerverließ gefangengehalten und tausendfach missbraucht. Österreichs Regierung plant, Sensationsberichterstattungen die gegen Persönlichkeitsrechte verstossen, schärfer zu bestrafen. Das Urteil gegen Josef Fritzl wird am Donnerstag gefällt.