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Papst Benedikt XVI. erneut in der Kritik

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Papst Benedikt XVI. erneut in der Kritik

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Nach der Affäre um den Holocaust-Leugner Willamson steht Papst Benedikt XVI. erneut in der Kritik.

Der Pontifex hatte zum Auftakt seiner Afrika-Reise gesagt, Kondome verschlimmerten das Aids-Problem. Diese Äußerungen stießen weltweit auf völliges Unverständnis. Ungeachtet des Eklats war der Papst in Kamerun begeistert empfangen worden. Die Äußerungen seien problematisch, betont ein Vertreter einer Anti-Aids-Organisation. Den Leuten müsse nun wieder erklärt werden, dass die medizinische Wahrheit der wissenschaftlichen entspreche, eben dass das Präservativ vor Aids schütze und es keine anderen Mittel gebe. Auch das Weltkinderhilfswerk Unicef reagierte mit Unverständnis auf die Äußerungen des Papstes. Doch viele Vertreter der katholischen Kirche stehen hinter ihrem Oberhaupt. Es sei klar, dass sich nicht jeder ein Präservativ beschaffen könne und dass es in manchen Fällen mehrfach benutzt oder untereinander weitergegeben werde, meint ein französischer Bischof. Der Papst werde aber bestimmt nicht in diese Details gehen. Hinter der Aussage des Papstes stehe all das. In Afrika wächst die katholische Anhängerschaft stark wie sonst kaum irgendwo. Auf dem Kontinent leben aber auch fast 70 Prozent der HIV-Infizierten Menschen der Welt. In Afrika sind bereits 17 Millionen Menschen an Aids gestorben.