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Eine vereinfachte gemeinsame Agrarpolitik der EU, das ist das Ziel der Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer-Boel. Seit 2005 ist das Vorhaben auf den Weg gebracht, Fischer-Boel zog nun eine positive Zwischenbilanz. Die Verwaltungslast für Landwirte und Unternehmen konnte reduziert werden, indem Vermarktungsnormen gekippt wurden.

Fischer-Boel sagte, wenn die Menschen an Bürokratie in der Europäischen Union und in der Kommission dächten, würden sie sich fragen: Warum solle man über die Größe eines Apfels oder die Krümmung einer Gurke entscheiden? Diese Beispiele würden bemüht, um zu zeigen, wie lächerlich das System sei, erklärte die Landwirtschaftskommissarin. Weniger Vorschriften und weniger Verwaltungsaufwand – so soll die finanzielle Belastung der Landwirte in der EU um Hunderte Millionen Euro gesenkt werden. Gleichzeitig will Brüssel auch das System der Subventionen verändern. Dadurch befürchten einige Gruppen finanzielle Verluste – wie ein Mitglied der Organisation für Kleinbauern Via Campesina, die sich für Ernährungssouveränität einsetzt. Gérard Choplin sagte, man sei sehr beunruhigt: Um die Dinge zu vereinfachen, beschleunige man die Umstrukturierung der Landwirtschaft weiter. Und das bedeute im Klartext: die Kleinbauern in Europa verdienten keine Unterstützung mehr. Die Kommission plant außerdem regelrechte Feldstudien, um die Brüsseler Beamten besser mit der Materie vertraut zu machen: diese können dann bei einem Praktikum Landluft schnuppern.