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Calmy-Rey in Paris

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Calmy-Rey in Paris

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Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat in Paris die französische Regierung über die Neuerungen ihres Landes im Hinblick auf das Bankengeheimnis informiert. Im Zentrum des Interesses stand aber eine “Schwarze Liste” der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), auf der die Schweiz als “Steueroase” bezeichnet wird. Calmy-Rey betonte, die Schweiz sei “wütend” darüber, sich auf einer Liste der OECD wiederzufinden, die auf undurchsichtige Weise und durch das Mandat weniger Staaten zustande gekommen sei – obwohl auch die Schweiz der OECD angehöre. Sie bestehe darauf, dass ihr Land nicht auf diese Liste der Steueroasen gehöre, die Schweiz sei kein “nichtkooperativer” Finanzplatz. Ein Schweizer Abgeordneter bezeichnete in dem Streit den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück, der das Land besonders hart kritisiert hatte, als jemanden, der das Bild des “hässlichen Deutschen” neu definiere.