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Kuba will mit EU über Menschenrechtsfragen sprechen

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Kuba will mit EU über Menschenrechtsfragen sprechen

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Angesichts des Besuchs des für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zuständigen EU-Kommissars Louis Michel hat Kuba der EU erstmals zugesagt, auch über Menschenrechtsfragen sprechen zu wollen. Die Frage nach politischen Häftlingen müsse allerdings ausgespart bleiben. Michel sicherte Kuba nach einem Treffen mit Außenminister Bruno Rodriguez zu, dass die Vorraussetzungen hervorragend dafür seien, den Dialog zwischen Kuba und der EU fortzusetzen. Er hoffe, dass man in den kommenden Monaten und Jahren in den Beziehungen weitere Räume öffnen und eine neue Dimension erreichen könne. Zuvor hatten die “Frauen in Weiß”, die Ehefrauen und Mütter von 74 inhaftierten Dissidenten, anlässlich des sechsten Jahrestages des sogenannten “Schwarzen Frühlings” die Freilassung der restlichen politischen Gefangenen in Kuba gefordert. 2003 war die Führung der Karibikinsel massiv gegen Oppositionelle vorgegangen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind noch immer 200 politische Gefangene in Haft. Die EU hatte deshalb Sanktionen gegen Kuba verhängt und sie im vergangenen Sommer wieder aufgehoben.