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"Mission erfüllt": Spanien zieht Truppen aus Kosovo ab

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"Mission erfüllt": Spanien zieht Truppen aus Kosovo ab

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Spanien zieht nach zehn Jahren seine Truppen aus dem Kosovo ab. Das bestätigte Verteidigungsministerin Carme Chacon auf dem spanischen Stützpunkt Istok nahe der albanischen Grenze. Bis zum Sommer sollen die 632 Mann zu Hause sein. Wörtlich sagte Chacon: “Glückwunsch den spanischen Truppen für die zehn Jahre Arbeit. Die Mission ist erfüllt. Wir gehen nach Hause.”

Chacon ehrte auch die neun spanischen Soldaten, die im Kosovo ihr Leben ließen. Einen direkten Kontakt mit den kosovarischen Behörden vermied die Ministerin. Gegenwärtig stehen im Kosovo mehr als 15.000 internationale Soldaten unter NATO-Kommando. Mit dem Abzug beendet Spanien einen Widerspruch: Es ist eines von fünf EU-Ländern, die die einseitig ausgerufene Unabhängigkeit des Kovovo nicht anerkennen, mit Hinblick auf eigene Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien und dem Baskenland. Und das werde auch so bleiben, versicherte jüngst in Madrid Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero dem serbischen Präsidenten Boris Tadic.