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Obama übernimmt Verantwortung im AIG-Skandal

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Obama übernimmt Verantwortung im AIG-Skandal

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Nach dem Skandal um Bonuszahlungen des angeschlagen Versicherungsgiganten AIG hat US-Präsident Obama höchstpersönlich die Verantwortung übernommen. Auch die Regierung steht in der Kritik, nachdem AIG seinen Managern Boni in Millionenhöhe zahlte, obwohl der Konzern sich gerade mit 180 Milliarden US-Dollar vom Staat hatte aushelfen lassen.

“Ich weiß, dass viele von Ihnen darüber empört sind – mit Recht, ich bin es auch”, erklärte Obama in Kalifornien, wo er für seinen Haushaltsentwurf warb. “Ich weiß, alle regen sich in Washington darüber auf, jeder zeigt mit dem Finger auf den anderen und gibt dem die Schuld – die Demokraten sind Schuld, die Republikaner sind Schuld… Hören Sie: Ich übernehme die Verantwortung. Ich bin der Präsident. Wir haben diese Verträge nicht ausgehandelt, und wir haben eine Menge andere Dinge zu regeln. Aber es ist nur angemessen, wenn man im Amt ist, dass man sich um solche Sachen kümmert. Und deshalb werden wir alles tun, was wir können, um die Angelegenheit zu regeln.” Die Regierung setzt nun auf ein neues Gesetz, über das an diesem Donnerstag von den Abgeordneten beraten wird, um derart missbräuchliche Zahlungen zu unterbinden. AIG-Chef Edward Liddy hatte tags zuvor die Boni mit Hinweis auf den Wettbewerb am Markt und rechtliche Verpflichtungen verteidigt. Er appellierte aber an seine Mitarbeiter, wenigstens einen Teil der Prämien freiwillig zurückzuzahlen.