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Weg frei für lebenslange Macht von Aserbaidschans Präsident

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Weg frei für lebenslange Macht von Aserbaidschans Präsident

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In der ehemaligen Sowjetrepublik Aserbaidschan hat Präsident Ilcham Alijew seinen Anspruch auf die Macht auf lange Zeit festgeschrieben. Alijew kann auch nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit 2013 nun erneut und immer wieder kandidieren. In den Straßen der Hauptstadt Fingen fingen ausländische Reporter begeisterte Zustimmung ein wie bei dieser Frau, die sagt, das Volk wünsche sich seinen Präsidenten lebenslang an der Macht.

Ilcham Alijew war vor sechs Jahren seinem 2003 verstorbenen Vater Gaidar im Amt nachgefolgt. Da die Verfassung bisher nur zwei Amtszeiten hintereinander zuließ, wäre seine Zeit als Staatsoberhaupt 2013 abgelaufen. Die Opposition hatte zum Boykott dieser Abstimmung aufgerufen. Inzwischen verkündete die zentrale Wahlkommission eine Wahlbeteiligung von 71 Prozent – und davon mehr als 92 Prozent Ja-Stimmen. Mit Grenzen zu Russland und Iran und einer Seeverbindung übers Kaspische Meer nach Mittelasien ist Aserbaidschan eine wichtige Drehscheibe für den Öl- und Gashandel. Dank der reichen eigenen Vorräte gehörte das Land zeitweise zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften. Inzwischen bremst die Wirtschaftskrise mit ihren fallenden Rohstoffpreisen die aserbaidschanische Entwicklung, denn 60 Prozent der Exporterlöse kommen aus dem Öl- und Gasgeschäft.