Eilmeldung

Eilmeldung

Krisenbewältigung auf europäisch

Sie lesen gerade:

Krisenbewältigung auf europäisch

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise stellt die EU weitere Milliarden Euro bereit. Auf dem Frühjahrsgipfel beschloss sie, ihren Beitrag an den Internationalen Währungsfonds um 75 Milliarden Euro zu erhöhen.

Der tschechische Ratspräsident Mirek Topolanek erklärte, auch der EU-Rettungsfonds werde aufgestockt. Mit 50 Milliarden Euro würden die Garantien DER Länder erhöht, die in Finanznot seien – es handele sich hierbei um eine Verdoppelung der Summe von 25 auf 50 Milliarden. Wenn ein Land besonders von der Krise betroffen sei, könne man ihm so helfen. Von dem Notfallfonds profitieren die EU-Mitglieder, die nicht zur Euro-Zone gehören und besonders von der Wirtschaftskrise getroffen wurden. Die EU-Staaten aus Mittel- und Osteuropa hatten eine solche Geste erwartet. Ungarn und Lettland erhielten bereits eine Finanzspritze. Damit sich eine solche Krise nicht wiederholt, muss nach dem Willen der EU der IWF gestärkt werden. Er soll die Finanzmärkte kontrollieren und in Notfällen umgehend einspringen. “Die Finanzlücke der Schwellenländer liegt in diesem Jahr bei bis zu 800 Milliarden,” sagte der britische Premierminister Gordon Brown. “Diese Frage betrifft also nicht nur Schwellenländer, sondern alle Staaten dieser Welt. Es ist notwendig, das Kapital der Internationalen Institutionen zu erhöhen. Dadurch können diese einschreiten, Krisen eindämmen, Wirtschaften stabilisieren und das weltweite Wachstum ankurbeln.” Für den Weltfinanzgipfel in London haben sich die Staats- und Regierungschefs somit auf eine gemeinsame Linie einigen können. Dort sollen in zwei Wochen die Finanzmärkte neu geordnet werden.