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Chamenei will dass Obama Worten Taten folgen lässt

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Chamenei will dass Obama Worten Taten folgen lässt

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Der Iran reagiert zurückhaltend auf das Dialogangebot von US-Präsident Obama. Der oberste geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei forderte Zeichen für einen echten Wandel in der US-Politik. “Wenn Ihr euch ändert, wird sich auch unser Verhalten ändern”, sagte Ajatollah Chameni am Samstag vor mehreren tausend Menschen auf einer Kundgebung in Maschad aus Anlass des iranischen Neujahrsfestes Nouruz.

Präsident Obama hatte sich gestern in einer Videobotschaft zu Nouruz direkt an den Iran gewandt und einen grundlegenden Neuanfang in den seit drei Jahrzehnten eisigen Beziehungen angeboten. “Wenn es Interesse im Iran gibt, muss die amerikanische Seite dem ein Chance geben. Wenn es nicht funktioniert, dann wird Obama wohl einen breiten Konsens in der westlichen Welt für eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran haben, weil der gegen Resolutionen des Weltsicherheitsrates verstößt”, meint der Nahostexperte von Jane’s Information Group, Alex Vatanka. Im Mittelpunkt des Streits zwischen den Westmächten und dem Iran steht das iranische Atomprogramm. Die USA vermuten, dass der Iran den Bau von Atomwaffen anstrebt. Teheran bestreitet dies und verweist stets auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie.