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Keine Schwarzen Listen von Steueroasen

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Keine Schwarzen Listen von Steueroasen

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Beim Brüsseler EU-Gipfel spielte das Thema Steueroasen eine gewichtige Rolle. Deutschland wollte ursprünglich Schwarze und Graue Listen schaffen. Auf denen sollten Steuerparadiese innerhalb der Europäischen Union angeprangert werden. Das richtete sich vor allem gegen Belgien, Österreich, auch die Schweiz und Luxemburg. Entsprechend veràrgert war der Ministerpräsident den kleinen Nachbarlandes, Jean-Claude Juncker: “Glauben Sie wirklich, wenn die Schweiz, Österreich, Luxemburg das Steuergeheimnis nicht gehabt hätten, dass dann die Finanzkrise weniger schwer ausgefallen wäre? Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Bankgeheimnis und der Finanz- und Wirtschaftskrise.”

Vor allem die flapsige Bemerkung des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück über Indianer und mögliche Kavallerie-Einsätze sind dem Luxemburger schwer auf die Nerven gegangen. Nun sind die Schwarzen Listen vom Eis. Die Schweiz will ihr Bankgeheimnis ohnehin teilweise lockern, und alle sind glücklich und zufrieden.