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Straßenblockaden gegen Sojasteuer

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Straßenblockaden gegen Sojasteuer

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Mit Straßenblockaden und einem Lieferstopp protestieren Argentinens Bauern gegen die Finanz- und Ladwirtschaftspolitik der Regierung Kirchner. Von Samstag an wollen sie eine Woche lang kein Getreide und kein Fleisch mehr abliefern. Mit der Blockade der Straßeverbindung nach Brasilien wollen sie sich Gehör verschaffen.

“Die Fernfahrer tun uns leid. Aber nur so werden wir gehört. Wir haben an die Türen von Politikern, Gouverneuren, Abgeordneten geklopft, aber die machen nur leere Versprechungen”, bittet Bauernführer Nicolas Lusteau um Verständnis für die Aktion. Aufgebracht hat die Bauern, dass Präsidentin Kirchner die Einnahmen aus der Exportsteuer auf Getreide und Soja mit den Provinzen teilen will. Wenige Monate vor den Wahlen sehen sie darin ein Wahlgeschenk, das die von ihnen seit langem verlangte Abschaffung der Steuer torpediert. Im Parlament scheiterte die Opposition mit dem Versuch, eine Steuersenkung zu erreichen. Die Abgeordneten der regierenden Peronisten verließen den Saal, das Parlament war beschlußunfähig. Im vergangenen Jahr hatten die Baurnverbände Kirchner eine schwere Niederlage beigebracht, als sie ihr Vorhaben, die Exportsteuern noch zu erhöhen, im Parlament mit Hilfe der Opposition kippen konnten.