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Ungarns Ministerpräsident wirft das Handtuch

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Ungarns Ministerpräsident wirft das Handtuch

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Ferenc Gyurcsany hat angesichts der Finanzkrise des Landes seinen Rücktritt angeboten. Er regiert mit einer Minderheitsregierung, nachdem die Liberalen vor knapp einem Jahr die Koalition aufkündigten.

“Ich habe gehört, dass ich das Hindernis für die Zusammenarbeit bin, die nötig ist für Veränderungen, eine stabile Regierungsmehrheit und verantwortliches Verhalten der Opposition. Wenn nur ich das Hindernis bin, dann habe ich es jetzt aus dem Weg geräumt”, erklärte er beim Parteitag seiner Sozialistischen Partei. Schon 2006 stand Gyurcsany im Kreuzfeuer der Rücktrittsforderungen: Damals gab es gewaltsame Proteste, nachdem ein Mitschnitt einer Rede an die Öffentlichkeit gelangt war, in der er zugab, im Wahlkampf gelogen zu haben. Anders als damals ist der Ministerpräsident nun zum Aufgeben bereit. Statt über Neuwahlen will er seinen Nachfolger partei- und parlamentsintern bestimmen lassen. Über diesen und die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise müssen sich Linke und Liberale jedoch erst einmal einigen.