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Slowakei: Präsidentenwahl geht in zweite Runde

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Slowakei: Präsidentenwahl geht in zweite Runde

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Die Präsidentenwahl in der Slowakei geht in eine zweite Runde: Von den sieben Bewerbern im ersten Durchgang schaffte keiner auf Anhieb die absolute Mehrheit.

Knapp darunter blieb der Amtsinhaber, Ivan Gašparovič, 67 Jahre alt, Staatsoberhaupt seit fünf Jahren. Gašparovič steht der linksgerichteten Regierung nahe; den Umfragen zufolge hätte er schon in der ersten Runde gewinnen sollen. Laut dem Endergebnis hat Gašparovič aber nur 47 Prozent der Stimmen erreicht. Mit 38 Prozent schnitt seine stärkste Gegnerin überraschend gut ab: Iveta Radičová, 52 Jahre alt, früher einmal Sozialministerin und bei dieser Wahl die gemeinsame Kandidatin von drei Oppositionsparteien. Die Wahlbeteiligung fiel auf knapp 44 Prozent; das ist der niedrigste Wert bei einer slowakischen Präsidentenwahl. Ähnlich wie in Deutschland hat der Staatspräsident aber auch hier nur wenige Befugnisse und erfüllt vor allem repräsentative Aufgaben. Die Stichwahl zwischen Gašparovič und Radičová wird nun in knapp zwei Wochen ausgetragen, am 4. April. Gašparovič bleibt der Favorit, aber von den Stimmen für die ausgeschiedenen Bewerber könnte vor allem die Herausforderin noch profitieren.