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Unruhen in chinesischer Provinz Qinghai

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Unruhen in chinesischer Provinz Qinghai

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Im chinesischen Qinghai ist es zu Unruhen gekommen; die betreffende Gegend dort wird zum großen Teil von Tibetern bewohnt. Die offizielle Nachrichtenagentur Hsinhua berichtet, eine Menschenmenge habe eine Polizeiwache angegriffen. Sechs Menschen wurden demnach festgenommen, knapp neunzig stellten sich selbst der Polizei – fast alle von ihnen buddhistische Mönche.

Ursache der Ausschreitungen war Hsinhua zufolge die Ungewissheit über das Schicksal eines zuvor festgenommenen Tibet-Aktivisten. Der Mann sei aus der Polizeiwache geflohen und werde vermisst, nachdem er in einen Fluss gesprungen sei. Die Lage in Tibet und den angrenzenden Provinzen ist derzeit angespannt. Letzte Woche jährten sich gewaltsame Proteste gegen die chinesische Herrschaft. Außerdem begingen Tibeter in diesem Monat das Jubiläum des gescheiterten Volksaufstands von 1959.