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Weltwasserforum beschließt Ziele

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Weltwasserforum beschließt Ziele

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Eine Woche lang hat das Weltwasserforum getagt; mehr als zwanzigtausend Teilnehmer hatten sich dazu im türkischen Istanbul eingefunden.

Ihre Abschlusserklärung liegt nun vor, lässt aus Sicht von Umweltschützern aber zu wünschen übrig. Eine Frage, die schon länger umstritten ist, bleibt auch nach Istanbul unbeantwortet: Gibt es ein Recht auf Wasser? In der Erklärung jedenfalls nicht: Hier wird der Zugang zu Wasser nur als Grundbedürfnis bezeichnet. Auch sonst sehen Umweltschützer Handlungsbedarf: So müssten die Regierungen die Schwächsten und Verwundbarsten schützen, sagt hier zum Beispiel Sara Ahmed von der Gender and Water Alliance; diejenigen, die für gesundes Wasser nicht bezahlen könnten. Die Regierungen könnten zum Beispiel jedem eine Grundration umsonst geben. Geeinigt hat man sich in der Abschlusserklärung auf Dinge wie die Notwendigkeit, mit Wasser sparsam umzugehen und gegen die Wasserverschmutzung zu kämpfen. Bindend ist davon nichts; den Veranstaltern ging es vor allem darum, das Thema Wasser stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Schätzungen zufolge haben knapp neunhundert Millionen Menschen kein Trinkwasser, sogar noch weitaus mehr keine Abwasserentsorgung. Klimawandel und wachsende Weltbevölkerung drohen die Probleme weiter zu verschärfen.