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EU-Millionen für die Milch

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EU-Millionen für die Milch

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Den Kühen ist es egal, was ihre Milch kostet. Doch den Bauern nicht. Nach Angaben der EU-Kommission erhalten Bauern in Europa derzeit Preise von teilweise weniger als 20 Cent je Liter. Die Forderung der deutschen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die Milchquote zunächst nicht weiter anzuheben, fiel in Brüssel auf taube Ohren. Sie forderte 90 Millionen Euro aus dem EU-Konjunkturprogramm für die deutschen Milchbauern ein.

Gerade die deutschen Milchbauern haben mit verhältnismäßig hohen Produktionskosten sowie einer starken Verhandlungsposition der großen Supermarktketten zu kämpfen. Auch in Frankreich vergeht den Milchbauern so langsam die Lust. Der französische Landwirtschaftsminister Michel Barnier sagte, er weise seine Kollegen in der EU ständig auf den gefährdeten Milchmarkt hin, darauf, wie wichtig es sei, diesen zu schützen. Die EU-Agrarminister hatten im vergangenen November im Rahmen einer Mini-Reform der EU-Agrarpolitik beschlossen, die Quote schrittweise anzuheben und 2015 ganz auslaufen zu lassen. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel warnte mit Blick auf die Milchquote vor Rückschritten im Reformkurs. Auch der tschechische Agrarminister Petr Gandalovic sagte, ein Wiederaufschnüren des Reformpakets käme nicht in Frage – dazu gehöre die Milchquote.