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Papstbesuch in Afrika beendet

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Papstbesuch in Afrika beendet

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Papst Benedikt XVI. beendet heute seine erste Afrika-Reise und kehrt nach Rom zurück. Letzte Station seiner Reise war Angola. Zehntausende meist junge Angolaner waren gekommen, um den Papst zu sehen. Benedikt hatte in den vergangenen sechs Tagen für eine anhaltende Evangelisierung des afrikanischen Kontinents geworben. Die Reise war zu Beginn von seinem Anti-Kondom-Verdikt überschattet. Kondome schützen nicht vor Aids, glaubt Benedikt. Das überraschte Experten gar nicht. Der Journalist Marco Politi meint: “Johannes Paul II konnte die Menschen begeistern. Aber inhaltlich, hat er sich auf der selben Linie bewegt wie Benedikt XVI.”

Am Ende der Papstreise kamen zweier junge Frauen im Gedränge ums Leben. In Paris kritisierten grüne und kommunistische Demonstranten die Äußerungen Benedikts zum Gebrauch von Kondomen. Später kam es zu Auseinandersetzungen zwischen ihnen und Jugendlichen, die laut Polizeiangaben Verbindung zur rechtsextremen Szene hatten. Der Aktivist Eric Marty sagte: “Den Menschen in Afrika zu sagen, dass Kondome Aids verursachen ist unsäglich. Es ist eine Beleidigung für die, die an Aids leiden, eine Beleidigung für Millionen, die daran sterben.” Vor der Kathedrale Notre Dame bewarfen Demonstranten Gottesdienstbesucher mit Preservativen. Doch es gab auch Pro-Papst-Aktivisten. Einer sagte: “Der Papst hat Recht. Kondome sind keine Lösung. Sein Nebenmann meinte: “Die Afrikaner haben Kondome und dennoch Aids.” Die Äußerungen des Papstes bleiben weiter umstritten.