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Spanien bekräftigt Truppenabzug aus Kosovo

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Spanien bekräftigt Truppenabzug aus Kosovo

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Spanien hat den Abzug seiner Truppen aus dem Kosovo bekräftigt – trotz der Kritik von Verbündeten und trotz des Hin und Her innerhalb der Regierung.

Verteidigungsministerin Carme Chacón nutzt den Besuch eines Marinestützpunkts, um die Entscheidung noch einmal zu begründen: Die spanischen Truppen wollten nicht an Einsätzen teilnehmen, sagt sie, die direkt mit der einseitigen Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien zu tun hätten. Spanien erkenne diese Unabhängigkeit nicht an, also könne das von den Spaniern auch niemand verlangen. Die militärischen Ziele seien dagegen nach zehn Jahren im Kosovo erreicht. Die meisten der gut sechshundert Soldaten sollen nun bis zum Ende des Sommers wieder nach Spanien zurückkehren. Die Ministerin hatte den Abzug überraschend letzte Woche bei einem Besuch der Truppen im Kosovo verkündet – überraschend auch für die Verbündeten in der NATO, die sich über die Entscheidung stark verärgert und enttäuscht zeigten. Spanien ist eins von inzwischen noch fünf EU-Ländern, das das unabhängige Kosovo nicht anerkennt. Eine große Rolle spielt hier vor allem die Angst vor Unabhängigkeitsbestrebungen in eigenen Landesteilen.