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Stichwahl um mazedonisches Präsidentenamt

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Stichwahl um mazedonisches Präsidentenamt

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In der früheren jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien stehen die Kandidaten für die Stichwahl um das Präsidentenamt fest: Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission haben der konservative Regierungskandidat Georgi Ivanov und der sozialdemokratische Oppositionsführer Ljubomir Frckovski den Einzug in die letzte Runde geschafft. Dies sei nach Auszählung der Stimmen von mehr als 80 Prozent der Wahllokale klar, erklärte die Wahlkommission. Der konservative Ivanov habe bei dem ersten Wahlgang am gestrigen Sonntag 35 Prozent der Stimmen erhalten. Sein sozialdemokratischer Herausforderer Frckovski kam demnach auf 20 Prozent. Der Gewinner der ersten Runde hätte die absolute Mehrheit erzielen müssen, um ohne Stichwahl in das Präsidentenamt zu kommen. Der entscheidende zweite Wahlgang soll am 5. April stattfinden. Die Wahl verlief ohne die befürchteten gewaltsamen Zwischenfälle. Die Wahl sei reibungslos verlaufen; alles sei fair und demokratisch gewesen, sagte ein Student in Skopje: Die Bürger könnten stolz sein! Und ein anderer Mann erklärte, er rechne nun mit der Aufnahme des Landes in die NATO und die EU – und mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Die Wahl galt als Test für die demokratische Reife des Balkanstaates – und damit als entscheidend für die weitere Annäherung Mazedoniens an die Europäische Union.