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Türkei: Gül zu historischem Besuch im Irak

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Türkei: Gül zu historischem Besuch im Irak

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Seit über dreißig Jahren war kein türkischer Staatspräsident mehr beim Nachbarn im Irak: Jetzt hat Abdullah Gül die Reise angetreten; zwei Tage lang wird er hier Gespräche mit verschiedenen Politikern führen.

Eines der Hauptthemen ist dabei die Lage der kurdischen Minderheit, die sich über die Grenze zwischen beiden Staaten hinweg erstreckt. In der Türkei kämpft die Untergrundgruppe PKK seit langem für einen eigenen Kurdenstaat. Dass ihre Kämpfer sich im Nordirak in relativer Sicherheit aufhalten und von dort aus Ziele in der Türkei angreifen, hat die Beziehungen zwischen beiden Ländern in letzter Zeit einige Mal belastet. Die Türkei drängt sowohl den Irak als auch die Regionalregierung der irakischen Kurden dazu, die Attacken der PKK von ihrer Seite aus zu unterbinden. Die türkische Armee ging aber auch selbst schon etliche Male auf nordirakischem Gebiet gegen die PKK vor, sowohl aus der Luft als auch mit Bodenangriffen. Ein weiteres Thema bei dem Staatsbesuch ist der Umgang mit den Wasserreserven der Flüsse Euphrat und Tigris. Beide entspringen in der Türkei, fließen dann aber durch den Irak. Dieser möchte vor allem, dass die Türkei an ihren Staudämmen mehr Wasser abfließen lässt.