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UN-Beauftragter wirft Israel Kriegsverbrechen vor

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UN-Beauftragter wirft Israel Kriegsverbrechen vor

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Die Vereinten Nationen haben Israel wegen des jüngsten Kriegs im Gazastreifen scharf kritisiert. Der Menschenrechts-Beauftragte für die Palästinensergebiete, Richard Falk, sieht Verstöße gegen das Völkerrecht. Er forderte eine Untersuchung aller möglichen Kriegsverbrechen, auch der der radikalislamischen Hamas.

Israel hält Falk für voreingenommen. Wegen früherer, scharfer Kritik an Israel durfte er zur Recherche nicht in den Gazastreifen reisen. Das Verhältnis der Toten – 1434 auf palästinensischer und 13 auf israelischer Seite – deute auf die Einseitigkeit des Gefechts hin, so Falk in Genf. Auf dieser Basis könne gefragt werden, ob es legal sei, einen Militärangriff mit modernen Waffen gegen eine im Wesentlichen wehrlose Gesellschaft zu beginnen. Israelische Menschenrechtsgruppen hatten zuvor kritisiert, die Armee habe Hospitäler und Krankenwagen angegriffen. Die Armee verweist darauf, dass die Hamas-Miliz Krankenwagen zur Tarnung und zum Waffentransport verwendet habe. Ihr Mann sei verletzt worden, sagt eine Palästinenserin, doch es seien keine Helfer gekommen, aus Angst, dass auf sie geschossen würde. Nach drei Tagen ohne Behandlung sei ihr Mann gestorben. Die Armee kündigte eine Untersuchung an. Verteidigungsminister Ehud Barak nahm die Soldaten in Schutz: Die israelische Armee habe weltweit die höchsten moralischen Standards.