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Bonus-Skandal bei Auto-Zulieferer Valeo

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Bonus-Skandal bei Auto-Zulieferer Valeo

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Auf den Goldenen Handschlag wird Thierry Morin, der scheidende Chef des französischen Auto-Zulieferes Valeo, vermutlich verzichten. Denn fast über Nacht ist öffentlich geworden, dass Morin 3,26 Millionen Euro mit auf den Weg bekommen soll. Das sind zwei Jahresgehälter, die ihm vertraglich zustehen. Die Krux ist: Valeo geht es wirtschaftlich so schlecht, dass es Staatshilfen gibt. Ein Gewerkschafter ist empört, denn die Mitarbeiter verlieren gleichzeitig zwei- bis dreihundert Euro pro Monat. Die Regierung habe versprochen, den Goldenen Handschlag für Morin zu verhindern. Nötig aber wäre ein Gesetz, dass solche Abfindungen verhindere. Was vor Jahren nur ein Fauxpas gewesen wäre, ist heute ein Skandal. Die Rezession ist direkt proportional mit dem moralischen Aufschwung. Solche Summen angesichts der Massenentlassungen einzusacken, sei schamlos, so der französische Haushaltsminister Eric Woerth. Valeo hatte im vergangenen Jahr einen Umsatzeinbruch von rund 30 Prozent. Davor betrug dieser zehn Milliarden Euro. 5.000 Stellen sollen abgebaut werden, 1.600 davon in Frankreich.