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Gemeinsam gegen PKK

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Gemeinsam gegen PKK

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Die Türkei und der Irak wollen ihre bilateralen Beziehungen verbessern. Beim Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül verständigten sich beide Länder darauf, der Kurdischen Arbeiterpartei PKK ihre Rückzugsräume im irakischen Teil Kurdistans zu nehmen.

“Wir müssen einen geminsamen Kampf beginnen, um den Terrorismus vollständig auslöschen. Dazu bedarf es umfassender Kooperation”, sagte Gül am Montag nach einem Treffen mit seinem irakischen Amtskollegen Jalal Talabani. Die in der Türkei verbotene PKK unterhält im irakischen Teil Kurdistans Militärlager, die regelmäßig von der türkischen Armee bombardiert werden. Dies belastet seit geraumer Zeit die irakisch-türkischen Beziehungen. Der irakische Präsident Talabani, selbst ein Kurde, forderte nach seiner Unterredung mit Gül die PKK-Guerillas auf, ihre Waffen niederzulegen oder den Irak zu verlassen. So starke Worte in der Kurdenfragen waren von einem irakischen Politiker seit langem nicht zu hören. Gül wird bei seinem Besuch auch mit dem kurdischen Ministerpräsidenten zusammentreffen. Ein weiteres Thema bei dem Staatsbesuch ist der Umgang mit den Wasserreserven der Flüsse Euphrat und Tigris. Der Irak möchte vor allem, dass die Türkei an ihren Staudämmen mehr Wasser abfließen lässt.