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Jean-Marie Le Pen sorgt für Ärger im EP

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Jean-Marie Le Pen sorgt für Ärger im EP

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Der 80-jährige Jean-Marie Le Pen führt erneut seine französische nationalistische Partei, die Front National in den Europawahlkampf. Er rechnet mit zehn bis elf Prozent der Stimmen. Es sei wahrscheinlich, dass dies seine letzte Wahl sei, deutete er an. Immer wieder erregte der Nationalist die Gemüter in Frankreich und im Europaparlament. Und nun könnte er als Alterspräsident dem nächsten Plenum vorsitzen. Das geht gar nicht findet der Chef von Europas Sozialisten Martin Schulz und meint: “Ein Holocaustleugner kann für mich nicht Alterpräsident eines mulitnationalen Gremiums sein. Es wird sicher Möglichkeiten geben ihn am Vorsitz des kommenden Parlaments zu hindern. Die beste Lösung wäre, die Franzosen würden ihn nicht wieder wählen.”

Martin Schulz wird vom Vorsitzenden der Grünen, Daniel Cohn-Bendit unterstützt. Doch das ficht den Nationalisten nicht an. Le Pen sagte: “Diese verblödete Meinung überrascht mich nicht von den beiden Chefs der Deutschen. Sozialisten und Grünen. Die denken halt so. Die werden wahrscheinlich auch für eine Resolution stimmen, die verhindert, dass sich die Erde dreht.” Im nächsten Europaparlament will also Le Pen weiter für Unruhe mit seiner in großen finanziellen Schwierigkeiten steckenden rechten Partei sorgen.