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Prozess gegen drei Offiziere begonnen

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Prozess gegen drei Offiziere begonnen

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In Spanien hat der Prozess gegen drei Offiziere begonnen. Fast sechs Jahre nach dem Tod von 62 spanischen Soldaten bei einem Flugzeugabsturz in der Türkei wird ihnen vorgeworfen, aus Nachlässigkeit 30 der Opfer falsch identifiziert und den Hinterbliebenen falsche Leichname übergeben zu haben. Bei dem Absturz einer in der Ukraine gecharterten Maschine vom Typ Yak-42 im Mai 2003 an der türkischen Schwarzmeerküste waren 62 spanische Soldaten auf dem Heimflug aus Afghanistan ums Leben gekommen. Bei dem Unglück starben auch 13 Besatzungsmitglieder aus der Ukraine und Weißrussland. Miguel Sencianes vom Verband der Hinterbliebenen der Opfer sagte, man höre vor Gericht zu häufig den Satz “Ich kann mich nicht erinnern”. Es sei sehr schmerzhaft und respektlos gegenüber den Angehörigen zu sagen, man habe sich mit den Zahlen geirrt. DNA-Analysen ergaben, dass fast die Hälfte der spanischen Opfer falsch identifiziert wurde. Die Staatsanwaltschaft forderte bis zu fünf Jahre Haft für die Angeklagten. Die Hinterbliebenen protestierten dagegen, dass keine Anklage gegen den damaligen Verteidigungsminister Federico Trillo erhoben wurde. Er soll befohlen haben, die Opfer im Schnellverfahren zu identifizieren.