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Von Jobverlust bedrohte Conti-Arbeiter protestieren

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Von Jobverlust bedrohte Conti-Arbeiter protestieren

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Unter Verbreitung von Protestgestank sind bis zu 1000 Mitarbeiter des von Schließung bedrohten Continental-Reifenwerks in Clairoix in Nordfrankreich durch Paris zum Präsidentenpalast gezogen. Sie riefen die Regierung zum Eingreifen auf.

Continental will neben dem Werk in Hannover das Werk Clairoix mit 1120 Mitarbeitern schließen. Die französischen Gewerkschaften werfen dem Unternehmen deswegen “Verrat” vor. Sie pochen auf eine Arbeitsplatzgarantie bis 2011, die im Gegenzug für eine Verlängerung der Arbeitszeit im Jahr 2007 ausgehandelt worden sei. Continental weist das zurück. Ein Sprecher der französischen Regierung erklärte, Conti werde “die Gründe für solche Entlassungen vor den Gerichten rechtfertigen müssen”. Nach einem Jobverlust schwinden die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz. Die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich steigt in beunruhigendem Tempo. Im Februar ist sie um 80 000 in die Höhe geschnellt – der zehnte monatliche Anstieg in Folge. Bereits der Januar hatte mit 90 000 zusätzlichen Arbeitslosen die höchste Zunahme gebracht, die es jemals in einem Monat gegeben hat. Im vierten Quartal 2008 hatte die Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent gelegen – das bedeutet 2,8 Millionen Menschen ohne Arbeit. Pessimisten schliessen nicht aus, dass in diesem Jahr eine Million dazukommen. Im Herbst der Herbst werden 250 000 junge Leute neu auf dem Arbeitsmarkt erwartet.