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Berlusconi weiht Müllverbrennungsanlage ein

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Berlusconi weiht Müllverbrennungsanlage ein

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Fast mit einem Staatsaufgebot ist in Kampanien die erste Müllverbrennungsanlage eingeweiht worden. Sie soll die Abfallberge Neapels abbauen helfen. Und 200.000 italienische Haushalte mit Strom und Wärme beliefern.

Doch es gibt auch Kritik. Zur Weihe kam der Bischof nicht, weil der Müll nicht sortiert wird. Umweltverbände sprachen von einer ökologischen Bombe. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach von einem Anfang, doch in Neapel seien noch weite Wege zu gehen. Die liegen voll mit Müll: Fehlende Deponien, fehlende Trennung und schmutzige Mafia-Geschäfte hatten die Krise vor gut einem Jahr zugespitzt. Sie wurde zum Wahlkampfthema. Die neue Anlage ist die erste von fünf geplanten. Der Bau zog sich seit acht Jahren hin. 2000 Tonnen Müll kann sie pro Tag verbrennen, ein Drittel dessen, was anfällt. Im vergangenen Mai hielt Berlusconi im für ihn geputzten Neapel seine erste Kabinettsitzung ab. Jede Woche wollte er wiederkommen, bis das Problem gelöst sei. Doch das ist nicht neu. Schon 1994 wurde in Kampanien der Müllnotstand erklärt. Damals war Berlusconi gerade zum ersten Mal Regierungschef.