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IWF-Milliardendarlehen für Serbien

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IWF-Milliardendarlehen für Serbien

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Serbien bekommt offenbar vom Internationalen Währungsfonds ein Darlehen von drei Milliarden Euro. Das teilte Wirtschaftsminister Mladjan Dinkić nach langen Verhandlungen mit; der IWF selbst äußerte sich dagegen nicht zum Stand der Gespräche.

Zur Bedingung für die Hilfe macht der Währungsfonds Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben. Besonders umstritten sind mögliche Einschnitte bei Gehältern im Staatsdienst sowie bei Renten. Die drei Milliarden Euro verteilen sich Serbien zufolge auf zwei Jahre; der größte Anteil – 2,2 Milliarden – soll allerdings dieses Jahr fließen. Einzelheiten will die serbische Regierung heute mitteilen. Im Kampf gegen die Krise werden in Serbien aber auch andere Mittel ausprobiert: In Belgrad hat jetzt der erste “SOS-Markt” eröffnet; er bietet Waren des Grundbedarfs verbilligt an. Dahinter steckt eine Handelskette, die noch mehr SOS-Geschäfte aufmachen will: bis Ende Mai neun in Belgrad, dann auch weitere landesweit. Einkaufen können hier zum Beispiel Arbeitslose und Beschäftigte auf Mindestlohn.