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Polizei untersucht Folter-Verstrickung von MI5

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Polizei untersucht Folter-Verstrickung von MI5

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Die britische Polizei untersucht Foltervorwürfe gegen den Inlandsgeheimdienst MI5. Sie stammen von Binyam Mohamed. Nach fast siebenjähriger Gefangenschaft war der Äthiopier Ende Februar in seine Wahlheimat Großbritannien zurückgekehrt.

Der 30-Jährige bekräftigte frühere Aussagen, wonach er während der Haft gefoltert wurde. Der MI5 habe die Peiniger mit Fragen versorgt. Nach mehrmonatiger Prüfung teils geheimer Akten ordnete die Generalstaatsanwältin eine schnellstmögliche Untersuchung an. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Ermittlungen. Der Vorsitzende des zuständigen Parlamentsausschusses forderte eine weitergehende, richterliche Untersuchung der Rolle der britischen Regierung. Diese bestreitet jede Zusammenarbeit mit Ländern, in denen gefoltert wird. Mohamed war 2002 in Pakistan verschleppt worden und später im US-Lager Guantanamo auf Kuba inhaftiert. Alle Vorwürfe gegen ihn wurden inzwischen fallengelassen.