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Brown will Milliardenfonds für Welthandel

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Brown will Milliardenfonds für Welthandel

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In einer Woche treffen sich die G-20-Länder in London zum Weltfinanzgipfel. Gastgeber Gordon Brown reist derzeit selber noch durch die Welt, um das Treffen vorzubereiten. Außerdem hat er einen neuen Vorschlag im Gepäck: einen Fonds von hundert Milliarden Dollar – gut siebzig Milliarden Euro – um den Welthandel wieder anzukurbeln.

Brown hat hier in Brasilien aber einen schweren Stand: Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva sieht sein Land und andere ärmere Staaten zu Unrecht von der Krise betroffen. In die Pflicht nimmt er nun die reichen Länder: Weiße Menschen mit blauen Augen hätten sich unvernünftig benommen, sagt er; sie hätten sich für allwissend gehalten, aber in Wahrheit gar nichts gewusst. Der britische Regierungschef stellt in Brasilia seine neue Idee für den Welthandel vor, ohne aber Einzelheiten zu nennen. Um aus der Krise herauszugelangen, sagt Brown, sei es unbedingt nötig, dass der weltweite Handel wieder in Gang komme. Hundert Milliarden Dollar halte er da für die Untergrenze. Den Londoner Finanzgipfel der zwanzig wichtigsten Länder will Brown nächste Woche für seinen Vorschlag gewinnen. Zunächst reist er heute weiter nach Chile, wo er bei einer Tagung weitere Staats- und Regierungschefs trifft.