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Ermittlungen im Fall Binyam Mohamed

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Ermittlungen im Fall Binyam Mohamed

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Der Fall Binyam Mohamed in Großbritannien weitet sich aus: Nachdem der einstige Terrorverdächtige den britischen Geheimdienst MI5 belastet hat, sollen seine Vorwürfe nun von der Polizei untersucht werden. Die Generalstaatsanwältin teilte mit, es gebe für Ermittlungen ausreichende Anhaltspunkte.

Die Unterlagen würden Verbindungen zur CIA zeigen, sagt Clare Algar, Vertreterin einer Menschenrechtsgruppe, die sich für Mohamed einsetzt. Man müsse unbedingt herausfinden, wer was gewusst und befohlen habe, aber auch, wer letztlich dem Geheimdienst die Anweisung gegeben habe. Binyam Mohamed wirft dem MI5 vor, der Geheimdienst habe von seiner Folterung durch die CIA gewusst und den Folterern Fragen zukommen lassen, die sie nur aus Großbritannien haben konnten. Oppositionsführer David Cameron von den konservativen Tories will nun auch zusätzlich noch untersuchen lassen, ob es die richtigen Regelungen gegeben habe, damit Großbritannien nicht mitschuldig an Folter werde. Mohamed stammt aus Äthiopien, lebte aber schon lange in Großbritannien. 2002 wurde er in Pakistan festgenommen, dann nach Marokko und schließlich nach Guantánamo gebracht. Alle Vorwürfe gegen ihn wurden inzwischen fallengelassen; letzten Monat kehrte er nach Großbritannien zurück.