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Balkanstaaten wollen in die EU

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Balkanstaaten wollen in die EU

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Die EU hat Kroatien und Slowenien ermahnt. Die beiden Balkanländer sollen ihren Grenzstreit beilegen, verlangten die 27 Außenminister der Europäischen Union bei ihrem informellen Treffen im tschechischen Ort Hluboka nad Vitavou. EU-Mitglied Slowenien drohte für Ende diese Jahres, den Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien zu blockieren, falls keine Einigung über die Grenze in der Adria erzielt wird. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner forderte beide Staaten auf, sich im Ton zu mäßigen, denn “nationalistische Äußerungen passen nicht in diese Zeit.” Beide Länder haben versprochen, im Grenzstreit erneut zu verhandlen. Der finnische Außenminister Alexander Stubbg erklärte: “Es wird kein Druck auf Slowenien oder Kroatien ausgeübt. Wir alle wissen um die Bedeutung der Erweiterung. Ich möchte sagen, dass die Arbeiten der slowenischen und kroatischen Außenminister in dieser Frage hervorragend sind.”

Die EU-Kommission hatte einen Kompromissvorschlag gemacht, um den Streit zwischen den Beiden beizulegen. Ungeachtet des möglichen Scheiterns des Lissabon-Vertrages wollen die Balkanstaaten der Europäischen Union beitreten. Tritt jedoch der Vertag nicht in Kraft, unter anderem weil Tschechien oder Irland ihn ablehnen, dann kann es keine Erweiterung geben. So sehen es unter anderem auch Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.