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"Progressiven"-Gipfel fordert globale Reformen

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"Progressiven"-Gipfel fordert globale Reformen

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Das Gipfeltreffen von acht von Mitte-Links-Parteien regierten Ländern in Amerika und Europa hat mit einer gemeinsamen Forderung nach Reformen des internationalen Finanzsystems geendet. Beim Treffen der sich selbst als progressiv bezeichnenden Länder in Chile wurden aber auch Nord-Süd-Unterschiede deutlich.

US-Vizepräsident Joe Biden bat um Geduld, um den Vereinigten Staaten Zeit zu geben, ihre Politik neu auszurichten, denn es werde nicht möglich sein, alles gleichzeitig zu erreichen. Darauf wendete sich der brasilianische Präsident Lula da Silva direkt an die anwesenden Regierungschefs der Industriestaaten Großbritannien, Spanien und Norwegen sowie Joe Biden. “Liebe Freunde”, so da Silva, “unglücklicherweise tragt ihr mehr Verantwortung, denn die Lokomotive hat immer mehr Verantwortung als die Waggons. Die Reicheren zahlen immer einen etwas höheren Preis.” Um Geduld bat Biden auch die Zehntausenden von Demonstranten, die in europäischen Städten auf die Straße gegangen waren, um gegen soziale Ungerechtigkeit zu protestieren. Gebt uns eine Chance, sagte der Vizepräsident in Hinblick auf den G20-Gipfel in der nächsten Woche.