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Erdogan nach Wahl unzufrieden

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Erdogan nach Wahl unzufrieden

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich nach den Verlusten seiner islamisch-konservativen AKP bei der Kommunalwahl unzufrieden gezeigt. Die AKP werde sich die Ergebnisse genau ansehen und Schlüsse daraus ziehen, zitierten ihn türkische Medien. Nach Auszählung fast aller Stimmen erhielt die regierende AKP in den Städten und Gemeinden zusammengerechnet rund 39 Prozent der Stimmen.

Ein Journalist sagte, die Wähler hätten der AKP eine klare Botschaft geschickt, sie müsse nun ihre Politik überdenken. Sie müsse vor allem ihre Wirtschaftspolitik überdenken, denn Ministerpräsident Erdogan habe während des gesamten Wahlkampfes die weltweite Wirtschaftskrise ignoriert und behauptet, sie betreffe die Türkei nicht. Die AKP bleibt trotz der Verluste stärkste politische Kraft in der Türkei. Diese Frau aus Istanbul sagt, vor allem die Jugend habe sich an der Wahl beteiligt. In manchen Regionen habe Erdogan sich engagiert, in anderen Gebieten nicht, dort habe er keinen starken Eindruck hinterlassen. Sie hoffe, dass es nun besser werde. Die Wahl wurde von Gewalttaten überschattet. Im kurdischen Teil der Türkei wurden mindestens fünf Menschen getötet. Bei Kämpfen zwischen Familienclans und Anhängern unterschiedlicher Parteien gab es außerdem mehrere Verletzte.