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Hohe Abfindungen für EU-Kommissare

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Hohe Abfindungen für EU-Kommissare

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Die Kritik über überhöhte Managergehälter zieht ihre Kreise bis nach Brüssel: Monatlich verdient ein Kommissar mehr als 19.000 Euro – ohne die Entschädigungen für den Wohnungswechsel mitzurechnen. Scheidet er aus seinem Amt aus, erhält er drei weitere Jahre zwischen 40 und 65 Prozent von seinem Bruttogehalt – egal, ob er bereits einen neuen Job hat.

Jede Kritik an den so genannten “goldenen Fallschirmen” wies die Kommission von sich. Die Sprecherin Valérie Rampi sagte, “die Mitgliedsstaaten haben sich auf diese Dauer von drei Jahren festgelegt. Die Mitgliedsstaaten legen die Gehälter fest, die Pensionen und die Abfindungssummen, die die europäischen Kommissare erhalten. Diese Regel stammt vom Ministerrat und wir wenden sie an.” Vergleichbar seien die Vergütungssysteme von internationalen Organisationen, so die Erklärung. Der frühere Justizkommissar Franco Frattini verlies Brüssel im vergangenen Jahr, um umgehend italienischer Außenminister zu werden. Ebenso das britische Regierungsmitglied Peter Mandelson, der zuvor in Brüssel Handelskommissar war. Beide erhalten zusätzlich einen Teil ihrer Gehälter aus Brüssel. Diese Vergütungen sorgen in der Wirtschaftskrise und bei steigenden Arbeitslosenzahlen für wachsende Kritik.