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Mehdorn bietet Rücktritt an

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Mehdorn bietet Rücktritt an

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Bahnchef Harmut Mehdorn nimmt den Hut. Ihn treffe keine Schuld am Datenskandal, doch als Konzernchef stehe er zu seiner Verantwortung:

Mehdorn bot seinen Rücktritt nach eigenen Worten dem Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn, Werner Müller, an. Er gehe davon aus, dass dieser bis zum Sommer einen Nachfolger vorstellen werde, sagte der Bahn-Chef. Die Bahn soll jahrelang die E-Mails von Zehntausenden Mitarbeitern überwacht haben. Mehdorn selbst – so hieß es – habe eine E-mail mit einem Streikaufruf der Lokführergewerkschaft unterdrücken lassen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bedankte sich dennoch bei Mehdorn und fand lobende Worte für den 66-Jährigen. Er habe die Bahn zu einem internationalen Logistikunternehmen erster Klasse gemacht. Mehdorn bekräftigte, die Vorgänge seien strafrechtlich nicht relevant gewesen. Eine E-Mail der Lokführergewerkschaft sei aus technischen Gründen gelöscht worden. Eine Zeitungsmeldung, derzufolge Airbus-Chef Thomas Enders Merkel Wunschkandidat für den Posten des Bahnchefs sei, wies die Bundesregierung zurück. Berlin ist nun auf der Suche nach einem anderen hochkarätigen Bahnchef.