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Milliardenschwere Rettung für Sparkasse CCM

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Milliardenschwere Rettung für Sparkasse CCM

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Nach der milliardenschweren Rettungsaktion für die angeschlagene Sparkasse CCM in Spanien sind die Bankentitel an der Madrider Börse in den Keller gefallen. Die Kurse gaben teilweise zweistellig nach. Die Caja Castilla La Mancha ist das erste spanische Geldinstitut, das seit Ausbruch der Finanzkrise vor dem Zusammenbruch gerettet werden muss. Die Regierung beschloss am Sonntagabend im Eilverfahren eine Staatsbürgschaft von neun Milliarden Euro, um die Sparkasse zu stützen.

Regierungssprecherin Teresa Fernandez de la Vega beruhigte die Sparer und sagte, La Caja Castilla La Mancha werde alle Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden erfüllen. Die Gelder seien sicher. Wirtschaftsminister Pedro Solbes meinte, das Geldinstitut sei flüssig. Darüber herrsche kein Zweifel. Es gebe kein Finanzloch in La Caja de Castilla La Mancha. Die Bank wird nun von der spanische Zentralbank zwangsverwaltet. Zum Verhängnis waren der CCM Kreditausfälle in der Wirtschaftskrise geworden. Die Krise führte unterdessen in Spanien zu einem realen Rückgang der Inflation. Spanien ist somit das erste Land in der Eurozone, in dem die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr niedriger waren. Wirtschaftsminister Solbes sagte jedoch, Entwarnung könne noch nicht gegeben werden.