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Afghanistan-Konferenz beginnt

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Afghanistan-Konferenz beginnt

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In Den Haag hat die UN-Konferenz zur Überwindung des Konflikts in Afghanistan begonnen. Daran nehmen Vertreter aus 70 Staaten und mehrerer internationaler Organisationen teil. Eröffnet wurde sie von US-Außenministerin Hillary Clinton und dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Auch Irans Vize-Außenminister Mohammed Mehdi Achundsadeh reiste nach Den Haag. Er sagte, Teheran sei bereit, den Wiederaufbau Afghanistans und insbesondere den Kampf gegen den von dort ausgehenden Drogenschmuggel zu unterstützen. Zugleich bekräftigte er Teherans Haltung, nach der der Einsatz ausländischer Truppen die Lage in Afghanistan nicht stabilisieren könne. Achundsadeh warnte indirekt vor der von US-Präsident Barack Obama angekündigten Verstärkung der US-Truppen in Afghanistan um 17.000 Mann auf mehr als 50.000 Soldaten. Außerdem wollen die USA 4000 Berater für den weiteren Ausbau der afghanischen Sicherheitskräfte entsenden. Die Europäische Union kündigte an, ihre Afghanistan-Hilfe für die kommenden zwei Jahre um 60 Millionen Euro aufzustocken, die USA um rund 30 Millionen. Damit sollen die Wahlen in diesem Jahr unterstützt werden. Außerdem sollen zur Bekämpfung des Opium-Anbaus der Aufbau von Polizei und Landwirtschaft gefördert werden.