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EU gegen "Wildwest" - Methoden sozialer Netzwerke

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EU gegen "Wildwest" - Methoden sozialer Netzwerke

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Die Europäische Union will Betreibern sozialer Netzwerke im Internet wie Facebook oder StudiVZ eine “letzte Chance” geben, selbst Datenmissbrauch zu unterbinden und faire Rahmenbedingungen zu schaffen.

Konsumentenschutz-Kommissarin Meglena Kuneva hat es vor allem auf Zielgruppen-Werbung bei jugendlichen Nutzern abgesehen. Sollte die Selbstkontrolle nicht fruchten, werde Brüssel notfalls per Gesetz einschreiten. “Warum muss etwas getan werden ? Weil das “world wide web” auf dem Werbemarkt mehr und mehr zum “world wild west” wird. Da droht ein riesiger Schaden. Gerade die jungen Leute zwischen 15 und 25 – das sind die Internet-Nutzer mit dem grössten Vertrauenspotential – sind regelmässig im Netz, auch wenn sie ihm im Regelfall misstrauen”, fasste Kuneva die Ergebnisse einer EU-Untersuchung zusammen. Das sei, als ob man Wasser trinke aus einer Quelle, in der man ein bisschen Gift vermute. Anlass für den Vorstoß ist unter anderem der jüngste Versuch Facebooks, sich über geänderte Nutzungsbedingungen automatisch die Rechte an den gespeicherten Profildaten wie Fotos und Texten seiner 175 Millionen Nutzer zu sichern – selbst nach einer Account-Löschung. Anfang Februar hatte der deutsche Ableger durch eine heimliche Änderung der Geschäftsbedingungen für Empörung bei den Nutzern gesorgt. Diese Änderungen mussten wieder zurückgenommen werden. 17 internationale Netzwerke haben auf europäischer Ebene eine Selbstverpflichtung für einen besseren Datenschutz unterschrieben, darunter auch die deutschen Betreiber von StudiVZ und Facebook.