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Kein Konjunkturpaket

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Kein Konjunkturpaket

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Die führenden Industrienationen der Welt werden beim G20-Gipfel in London keine zusätzlichen Konjunkturpakete beschließen. Dies geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Vielmehr verständigten sich die Gipfelteilnehmer darauf, Marktabschottungen zu bekämpfen, die Welthandelsgespräche wieder in Gang zu bringen und Währungsschwankungen zu vermeiden, die andere Länder in Schwierigkeiten bringen.

Besonders US-Präsident Barak Obama setzt sich für weitere Konjunkturpakete ein und stößt damit bei Europäern und Asiaten auf Ablehnung. Doch diese Meinungsverschiedenheiten seien nebensächlich, meint der Chefredakteur der Europa-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins FORTUNE, Peter Gumbel: “Praktisch kann nicht viel erreicht werden. Es gibt so viele Meinungsverschiedenheiten. Die Europäer lehnen die Forderzung nach weiteren Konjunkturprogrammen ab, Amerikaner und Briten lehnen die Forderung der Europäer nach umfangreicherer Regulierung ab. Aber da gibt es das bedeutende symbolische Element, dass sich die Staatsmänner zusammensetzen und sich auf eine Kleinigkeit einigen”, sagt Gumbel. In der Londoner City bereitet man sich auf die Demonstrationen der Globalisierungskritiker vor. Banken und Geschäfte vernageln die Fenster, aus Angst vor Ausschreitungen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden enorm verschärft, manch ein Ladenbesitzer erwägt gar, sein Geschäft während des Gipfel ganz zuzusperren.