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London rüstet sich für G-20 und Proteste

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London rüstet sich für G-20 und Proteste

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Für die Londoner Polizei wird es der größte und teuerste Einsatz ihrer Geschichte: Im Finanzviertel der britischen Hauptstadt, rund um die Bank von England, werden zum G-20-Gipfeltreffen Proteste verschiedener Gruppen erwartet. Geschäfte und Büros in der Nähe vernageln die Fenster, aus Angst vor Ausschreitungen.

Auch in der Nähe des Tagungsorts im Londoner Osten sind die Sicherheitsvorkehrungen enorm verschärft worden. “Wir versuchen Donnerstag einfach, ob wir hier reinkommen”, sagt eine Obsthändlerin. “Wir haben wie verlangt zwei Dokumente dabei, Pass und Führerschein. Mal sehen, wie es klappt. Wenn es zuviel Ärger gibt, machen wir eben zu. Aber ist schon ärgerlich, weil wir viel Geld verlieren.” – “Ich hoffe, sie kümmern sich wirklich um die Wirtschaftslage, weltweit und hier bei uns”, sagt dieser Mann; “trifft ja schließlich jeden.” Gastgeber Gordon Brown, der britische Regierungschef, zeigt sich zuversichtlich, dass die G-20-Staaten zur Lösung der Wirtschafts- und Finanzkrise beitragen können. Über neue Konjunkturmaßnahmen sind sie allerdings uneins. Mögliche Schwerpunkte sind offenbar der Kampf gegen Marktabschottungen und neuer Schwung für die Welthandelsgespräche. Das Gipfeltreffen der G-20 findet am Donnerstag statt. Mexikos Präsident ist schon da, morgen reisen die übrigen Staats- und Regierungschefs an: Für diesen Tag sind dann auch die meisten Proteste geplant – ob von Globalisierungskritikern, Kriegsgegnern oder Umweltschützern.