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Obamas "Europa in acht Tagen" - mit G20, NATO und EU

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Obamas "Europa in acht Tagen" - mit G20, NATO und EU

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Wer “A” sagt, muss auch “B” sagen können – “A” das war der Triumphzug des Kandidaten Barack Obama durch Europas Metropolen im Sommer 2008. “B” – das ist das politische Tagesgeschäft in Zeiten der Krise. Die Themen: Wirtschaft und Finanzen, NATO, EU. Bringt die erste Europareise des Präsidenten Obama den Start in eine neue Partnerschaft ? Oder eine kalte Dusche ?

Peter Gumbel, Europa-Chef des Wirtschaftsmagazins FORTUNE, zum G20-Gipfel in London:

“Praktisch kann nicht viel erreicht werden.” Die Europäer wollten keine weiteren Konjunkturprogramme, Amerikaner und Briten keine Voll- Regulierung der Finanzmärkte. “Bleibt das symbolische Element, dass sich die Staatsmänner auf eine Kleinigkeit einigen”. Auf der zweiten Etappe – dem Nato-Jubiläumsgipfel in Baden-Baden, Kehl und Straßburg – heisst das Reizthema Afghanistan. Obama hat in seinen ersten Wochen im Amt neue Truppen hingeschickt. Umstritten ist, wie die Lasten im Bündnis verteilt werden. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betont die Hilfe zur Selbsthilfe: “Wir sind froh, über diese Aufgabe des Bündnisses mit dem neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama zu diskutieren.” Man wolle den Einsatz zum Erfolg machen. Für sie bedeute das, dass Afghanistan für seine Sicherheit künftig selbst sorgen könne. Dann geht es weiter nach Prag, zum Thema EU. Hier kann der Neue aus dem Weissen Haus studieren, wie 27 souveräne Staaten immer wieder nach einem gemeinsamen Nenner suchen – manchmal vergeblich. Und wie 16 Euro-Länder, allen voran Deutschland, eine harte Währung verteidigen – aber keinen zu weichen Dollar wollen. Ein Thema mit Annäherungspotential dürfte der Kampf gegen den Klimawandel sein. Obamas Mammut-Programm “Sehen Sie Europa in acht Tagen” endet beim langjährigen Nato-Partner Türkei, im islamischen Kulturkreis. Hier liegt schliesslich das Krisengebiet Irak direkt vor der Haustür.