Eilmeldung

Eilmeldung

Erste G-20-Teilnehmer treffen in London ein

Sie lesen gerade:

Erste G-20-Teilnehmer treffen in London ein

Schriftgrösse Aa Aa

Allmählich treffen die Teilnehmer des G-20-Gipfels in London ein: Am Abend landete der amerikanische Präsident Barack Obama. Es ist seine erste große Auslandsreise seit dem Amtsantritt im Januar. Von London aus geht es für ihn und andere Teilnehmer dann zum NATO-Jubiläum rund um Straßburg und zum EU-USA-Gipfel in Prag.

Zunächst steht aber die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise im Vordergrund. Gastgeber Gordon Brown bemüht sich um Einigkeit unter den G-20: Er betont, keins dieser Probleme lasse sich nur von einem Land oder einem Kontinent allein lösen. Die Welt müsse sich zusammentun und sich auf weltweite Regeln verständigen, die auf weltweit gemeinsamen Werten beruhten. Bisher erweist es sich aber als schwierig, die zwanzig Industrie- und Schwellenländer auf gemeinsamen Kurs zu bringen. So droht Frankreichs Regierung damit, Präsident Nicolas Sarkozy werde abreisen, wenn seine Forderungen nicht erfüllt würden. Man brauche Ergebnisse, sagt Sarkozy; es gebe keine Wahl. Die Krise sei zu ernst für einen Gipfel, der nichts bringe. Im Vorfeld trafen sich in Berlin Angela Merkel und Dmitri Medwedjew. Sowohl die deutsche Kanzlerin als auch Russlands Präsident sind gegen die Abschottung von Märkten in der Krise; zumindest damit teilen sie die britische Meinung. Beide sprachen sich auch für eine weltweite Neuordnung der Finanzmärkte aus.