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Strenge Sicherheit vor Londoner G-20-Gipfel

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Strenge Sicherheit vor Londoner G-20-Gipfel

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Die Nervosität in der Londoner City nimmt zu, kurz vor dem Gipfeltreffen der G-20-Staaten. Nahe der Bank von England, mitten im Finanzviertel der britischen Hauptstadt, wurde ein Gegenstand als verdächtig eingestuft und gesprengt. Was es war, teilte die Polizei nicht mit.

Zwanzig Staats- und Regierungschefs in einer dicht besiedelten Stadt wie London, dazu angekündigte und möglicherweise unangekündigte Proteste – die Polizei will nichts dem Zufall überlassen. “Es wird speziell ausgebildete Schützen geben, zur Abschirmung und gegen Scharfschützen”, erklärt der Sicherheitsexperte Steve Swain; “dann Fachleute zum Absuchen des Gebiets, dazu die Hunde, Unterstützung vom Wasser und aus der Luft ebenso wie normale Streifenbeamte – also alles, was die Londoner Polizei aufbieten kann.” Und die Hauptstadtpolizei ist nicht allein: So bringen zum Beispiel die Amerikaner noch zweihundert eigene Sicherheitsleute mit, um ihren Präsidenten in London zu schützen. Der eigentliche Gipfel findet morgen statt; die großen Protestkundgebungen sind aber schon für heute angekündigt. Für die Veranstalter der Proteste sind die Sicherheitsbefürchtungen übertrieben: “Die Polizei ist schuld, dass das in den Medien so aufgebauscht wird”, sagt Kevin Smith von den Umweltschützern des Climate Camp. “Jedes Mal gibt es vorher solche Berichte, und passiert ist nie was. Bei unserem Protest geht es um Spaß und Fantasie: Die Leute sollen sich doch einfach selber ein Bild machen, anstatt diesen Übertreibungen zu glauben.” Die Umweltschützer wollen in der City ein Protestlager aufbauen. Hinter weiteren Kundgebungen stehen zum Beispiel Globalisierungskritiker und Kriegsgegner.