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Afghanistan-Strategie Thema des NATO-Gipfels

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Afghanistan-Strategie Thema des NATO-Gipfels

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Vom G20-Gipfel in London geht es für die meisten Staats- und Regierungschefs mit den Treffen auf höchster Ebene nahtlos weiter. Diesmal geht es um die NATO und zwar in Straßburg in Frankreich und, auf der anderen Seite des Rheins in Kehl sowie in Baden-Baden. Unmittelbar vor diesem Jubiläums-Gipfeltreffen sind wie geplant die Balkan-Länder Kroatien und Albanien dem Verteidigungsbündnis beigetreten. Damit hat die NATO jetzt 28 Mitglieder. Außerdem kehrt Frankreich pünktlich zum 60. Jahrestag des Bündnisses in dessen Kommando-Strukturen zurück. Für NATO-Gegner ist das ebenfalls ein großer Tag: Geplant sind nicht nur Demonstrationen und Blockaden sondern auch ein Gegen-Gipfel, wie einer der Veranstalter erläutert: “Die drei wichtigsten Ereignisse sind das Camp, das internationale Camp, die internationale Konferenz, bei der wir Alternativen zur Strategie der NATO diskutieren werden, sowie die große nationale Demonstration am Samstag, dem vierten April.” Auf dem Gipfeltreffen der NATO selbst geht es vor allem um die neue Afghanistan-Strategie des US-Präsidenten Barack Obama. Derzeit sind in Afghanistan rund 62.000 Soldaten aus 42 Staaten im Einsatz der Schutztruppe ISAF. Obama hat die Entsendung von 17.000 zusätzlichen US-Soldaten und 4.000 Militär- und Polizei-Ausbildern angekündigt. Die Amerikaner erwarten, dass die Bündnispartner diese Pläne unterstützen. Stärker als bisher soll Afghanistan gemeinsam mit Pakistan, wo die Taliban ihre Rückzugsgebiete haben, als Problem betrachtet werden.