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Chef der Meinl-Bank festgenommen

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Chef der Meinl-Bank festgenommen

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Die österreichische Polizei hat den Chef der privaten Meinl-Bank, Julius Meinl, wegen Verdachts auf Anlagebetrug festgenommen. Schon Mitte Februar hatte die Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit Büros und Privatwohnungen durchsucht. Nun wurde der Aufsichtsratsvorsitzende der Bank nach einer Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Wien festgenommen. Die Behörde begründete die Festnahme mit Fluchtgefahr: Die Staatsanwaltschaft gehe von Fluchtgefahr aus, erklärte ein Sprecher, da Julius Meinl über die britische Staatsbürgerschaft verfüge, und über Wohnsitze in mehreren Ländern außerhalb Österreichs. Es wäre ihm daher jederzeit möglich, zu diesen Wohnsitzen zu flüchten.

Dem Chef der 1923 gegründeten Bank werden nach Berichten österreichischer Medien unter anderem geheimgehaltene Aktiengeschäfte angelastet. Die Bank betonte in einer Mitteilung, die Festnahme habe “keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb”. Die Lage des Instituts sei “stabil”, die Einlagen “sicher”. Die Meinl-Dynastie ist außerhalb Österreichs vor allem durch den Handel mit Kaffee und Kakao bekannt.