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Kein Kompromiss bei Arbeitszeitregel in Sicht

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Kein Kompromiss bei Arbeitszeitregel in Sicht

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48 Stunden, das ist die wöchentliche Höchst-Arbeitszeit in der Europäischen Union. Aber nur theoretisch und vorerst wird es wohl auch so bleiben. Viele Mitgliedsländer erlauben Ausnahmereglungen, nach denen einzelne Arbeitnehmer in einzelnen Wochen bis zu 60, oder gar 65 Stunden arbeiten dürfen.

Das Parlament wollte diese Ausnahmen auf drei Jahre begrenzen – viele Regierungen aber sind gegen eine zeitliche Beschränkung. In einem Vermittlungsverfahren hatten Regierungen und Parlament versucht einen Kompromiss zu finden – doch nun sind die Gespräche vorerst gescheitert. Vier Jahre dauern die Verhandlungen schon. Vor den Europawahlen bleiben jetzt noch drei Wochen – anderenfalls muss die nächste EU-Kommission einen neuen Anlauf nehmen. Auch in einem zweiten Streitpunkt sind sich die Abgeordneten der Unterstützung der Arbeitnehmer gewiss: Sie möchten den Bereitschaftsdienst – zum Beispiel von Krankenschwestern, Ärzten und Feuerwehrleuten – als Arbeitszeit angerechnet wissen, doch die Regierungen wollen weiter freie Hand haben.