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Toter bei Gipfelprotesten

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Toter bei Gipfelprotesten

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Bei den Protesten gegen den G-20-Gipfel ist am Mittwoch ein Demonstrant ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben brach der Mann am späten Nachmittag bewusstlos auf der Straße zusammen. Die Polizei geht vorläufig nicht von Fremdverschulden aus, wartet aber noch die Ergebnisse der Obduktion ab. Die Gipfelproteste waren am Nachmittag zu zumteil schweren Krawallen ausgeartet. Mehrere Beamte und Demonstranten wurden verletzt.

Randalierer belagerten stundenlang das Bankenviertel. Im Finanzviertel stürmte der Schwarze Block eine Filiale der Royal Bank of Scotland, zerschlug Fenster und beschmierte die Wände. Einige hundert Demonstranten versuchten, die britische Zentralbank zu stürmen, konnten aber von der Polizei in Schach gehalten werden. Die Polizei sperrte zahlreiche Straßen und Eingänge zu U-Bahnhöfen ab und kesselte die Krawallmacher zeitweise ein. Mehr als 30 Personen wurden festgenommen. Neben Globalisierungskritikern und Kapitalismusgegner fanden sich auch Umweltschützer und Anhänger der Friedensbewegung zu Demonstrationszügen zusammen. Die einst gegen die Irak-Invasion gegründete Anti-Kriegs-Bewegung marschierte von der US-Botschaft zum Trafalgar Square. Die Polizei ist über die Gipfeltage mit rund 5000 Beamten im Einsatz. Auch für den Donnerstag sind Demonstrationen geplant.