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Amerikanisch-französisches Präsidententreffen in Straßburg

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Amerikanisch-französisches Präsidententreffen in Straßburg

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Der amerikanische Präsident Barack Obama hat die europäischen Verbündeten zu einer Verstärkung ihrer militärischen Anstrengungen ermuntert. “Wir wollen starke Verbündete”, sagte er in Straßburg nach einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Vorfeld des NATO-Gipfels. Beide Präsidenten betonten Übereinstimmung zwischen den USA und Europa in strategischen Grundfragen. “Wir unterstützen die amerikanische Afghanistan-Strategie voll und ganz,” sagte Sarkozy. Man werde zwar keine weiteren Truppen nach Afghanistan schicken, doch beim zivilen Aufbau mithelfen, etwa durch Polizeikräfte und Ausbilder. Schliesslich führe die NATO keinen Krieg gegen Afghanistan, sondern gegen terroristische Kräfte im Land – so der französische Präsident. Sein amerikanischer Gast betonte, dass es dort auch um die europäische Sicherheit gehe: Wahrscheinlich stelle das von Afghanistan aus operierende Terrornetzwerk al Kaida für Europa eine größere Bedrohung dar als für die USA – wegen der geringeren Entfernung. Dies sei keine amerikanische Mission, betonte Obama, sondern eine der NATO, was Frankreich immer verstanden habe; dafür sei er dankbar. Nach der Unterredung mit Sarkozy begab sich Obama zu einer Veranstaltung mit zahlreichen Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland und den USA im Rathaus von Straßburg.